Bauern der Jungsteinzeit

Machen wir einen kleinen Zeitsprung von noch einmal 1000 Jahren, so um 4700 v.Chr. . Erste Nachweise von landschaftsverändernden Rodungen und Feuerstellen werden im Albersdorfer Raum in der Flur Falloh nachgewiesen. In südlicheren Teilen Europas ist der Mensch schon lange sesshaft geworden. Jetzt beginnen allmählich auch hier die Menschen durch Ackerbau und Viehzucht ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Übergang hierzu dürfte aber auch in einem Zeitraum von weiteren 1000 Jahren stattgefunden haben.
Welche Umstände letztendlich dazu führten, dass der Mensch sesshaft wurde, ist nicht eindeutig zu klären oder zu belegen. Jedenfalls ist im Albersdorfer Raum ab ca. 3350 – 2600 v.Chr. eine umfangreiche Landschaftsveränderung nachweisbar. Auch zeugen die, in dieser Zeit, errichteten Großsteingräber von einer dauerhaften Besiedelung. Bekanntestes Grab ist der Brutkamp von Albersdorf und die Langbetten im Bredenhoop. Die Menschen bewirtschaften kleinere Felder, halten Haustiere wie Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen. Wichtiges Indiz für die weiträumige Besiedlung ist auch die Entdeckung des Albersdorfer Erdwerkes auf der Flur Dieksknöll, dessen Errichtung wohl mit dem Bau des Brutkamp zur gleichen Zeit stattgefunden haben mag. Der Zweck des Erdwerkes bleibt ein Geheimnis dieser Zeit. Vermutet wird darin eine religiöse Kult- und Versammlungsstätte.
In der ausgehenden Steinzeit macht sich in der Bestattungskultur eine männliche Dominanz bemerkbar, die Toten werden in Einzelgräbern oder deren Asche in Urnen bestattet. Die zunehmende landschaftsverändernde Nutzung durch Siedlungsbau, Waldrodung, Waldweide bewirkte eine spürbare Bodenverschlechterung, zunehmende Versumpfung und Heidekraut sind die nachweisbaren Merkmale einer langsamen Veränderung. Eine Darstellung, wie sich die Landschaft in der Flur Reddersknüll von der Jungsteinzeit bis Heute entwickelte finden wir auf einer anschaulichen Tafel des Ökologie-Zentrums an der Christian-Albrechts-Universität (CAU), Kiel.