Geschichte macht Sinn


Geschichtliche Anschauung dient zur Erhellung des Bewußtseins des gegenwärtigen Zeitalters. Sie zeigt den Ort, an dem wir stehen.

Wohin ich gehöre, wofür ich lebe, das erfahre ich erst im Spiegel der Geschichte.

Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleibt im Dunkeln unerfahren, mag von Tag zu Tage leben.
(Karl Jaspers)

Durch das Geschehene wird das Bestehende erst klar und das Auge für das Zukünftige
empfänglich.

(Justus von Liebig)

Reise in die Geschichte

Wo fängt die Geschichte des Ortes an? Mit der ersten urkundlichen Erwähnung (1281) dem Bau der Kirche? Nein, Spuren lassen erkennen, dass schon viel früher Menschen in der Gegend um den heutigen Ort Albersdorf gelebt und gestorben sind.

"Die Bezeichnung der Region um Albersdorf als "klassische Quadratmeile der Archäologie" beruht vor allem auf der großen Zahl und der teilweise auch für den Laien noch guten Erkennbarkeit der archäologischen Grabdenkmäler, deren Erhaltung vor allem den schon seit der frühen Neuzeit teilweise geschützten umfangreichen Waldflächen und den ehemals großen Calluna-Heideflächen zu verdanken ist (vgl. dazu Abb. 13 -"Varendorfsche Karte") und die schon früh die Aufmerksamkeit von lokal- und regionalgeschichtlich interessierten Kreisen auf sich zogen (z.B. Schacht 1908...)"

(Rüdiger Kelm: sS. 28 in "EcoSys Bd. 45a 2006, Beiträge zur Ökosystemforschung, Die frühe Kulturlandschaft der Region Albersdorf (Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein)"). Linkes Bild: Albersdorf-Ausschnitt aus der Varendorfschen Karte (um 1796)
Mit dem kleinen Führer Rund um Albersdorf (Volker Arnold u. Rüdiger Kelm, Verlag Boyens 2004) in der Hand erfährt der Besucher mehr von dieser Landschaft und bekommt einen Eindruck von den archäologischen und ökologischen Sehenswürdigkeiten.

Der Anfang solch einer Tour sollte natürlich im Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen in Albersdorf gemacht werden. Hier werden Zeugnisse dieser Zeit erlebbar und vorstellbar gezeigt. Dann der Gang zu dem ältesten Steingrab (etwa 3400-3100 v.Chr.) im Papenbusch und weiter zum Großsteingrab Brutkamp mit dem gewaltigsten Deckstein Norddeutschlands.

Das Leben in der Steinzeit wird im Steinzeitpark von Albersdorf auf dem AÖZA-Gelände für Groß und Klein sehr spannend dargestellt und ist ein "Muß" dieser Rundtour. Aber erst der Anfang unserer Albersdorfer Geschichtsreise.

Eis-Eis-Eiszeiten

Durchqueren wir Schleswig-Holstein von West nach Ost, so finden wir drei verschiedene Landschaftszonen, die sich von Norden nach Süden ziehen: Im Westen die Marsch, gefolgt von der Geest und das östliche Hügelland.

Die Entstehung der verschiedenen Zonen verdanken wir den natürlichen Klimaschwankungen. Diese Änderungen im Klima entstehen vereinfacht gesagt:

  • wenn die Erdumlaufbahn um die Sonne variiert,
  • durch Änderung der auf der Erde ankommenden Energiemenge und
  • durch Änderung im Verlauf der Meeresströmungen.

Dies bedeutet, ändert sich einer oder mehrere dieser Faktoren, so kann es auf der Erde wärmer oder kälter werden. Es entstehen Eis- oder Warmzeiten.

Ohne die Eiszeiten wäre Schleswig-Holstein heute wohl überschwemmt, weil es so flach wäre wie der Boden der Nord- und Ostsee. In der jüngeren Erdgeschichte geht man davon aus, das es vier wesentliche Eiszeiten gab. Die erste Eiszeit reichte nicht bis nach Schleswig-Holstein und bleibt daher unbeachtet. Die folgenden wurden dann nach dem heutigen Flussnamen ihrer größten südlichen Ausdehnung benannt. Während der Elster- und Saale-Eiszeit reichte das aus Skandinavien kommende Eis bis zu den Mittelgebirgen Norddeutschlands. Die Gletscher der Weichsel-Eiszeit bedeckten nur den östlichen Teil von Schleswig-Holstein.

Die Geest, also der mittlere Teil Schleswig-Holsteins, bildete sich in der vorletzten Eiszeit, der Saale-Eiszeit, diese ging vor über 120.000 Jahren zu Ende. Mächtige Gletscher, bis zu 2000m stark, schoben eine gewaltige Moräne als Bodensubstrat, die aus fruchtbaren Geschiebemergel bestand, aus dem skandinavischen Raum über die heutige Ostsee heran. In ihr befanden sich viele große Gesteinsbrocken, sog. Findlinge, die in späterer Zeit für die vielen Großsteingräber verwendet wurden. Der östliche Teil Dithmarschens, in dem Albersdorf liegt, ist Teil so einer Geestzunge und damit die älteste Landschaft Dithmarschens.

Nach einer kurzen Warmzeit, der Eem-Warmzeit (vor 120000 -100000 Jahren) folgte wieder eine Eiszeit, die Weichsel-Eiszeit (vor 100000 – 10000 Jahren).

Erste Bewohner von Albersdorf waren Jäger und Sammler

Zum Ende dieser letzten Eiszeit, zogen wohl Rentierjäger am Rande der Eiszone dem Wild, hier wahrscheinlich den Rentieren, hinterher. Dithmarschen und der mittlere und westliche Teil Schleswig-Holsteins waren nicht vom Eis bedeckt, aber die Ostküste. Dort bildeten die Gletscher mit der Endmoräne das östliche Hügelland.

Dafür waren aber weite Teile der tundrenartigen, hügeligen Geest auch von Flüssen und Seen durchzogen. Dort wo heute ein kleines Bächlein, die Gieselau, Albersdorf umfließt, war zu damaliger Zeit ein grösserer Fluss. In den Ausmaßen heute wohl noch gut zu erahnen an den durch Erosion entstandenen Steilhängen des südlich von Albersdorf liegenden Gieselautales, das die Schmelzwasser und Niederschläge im Laufe der Zeit formte (eine gute Darstellung dieses Vorganges finden Sie bei uns im Museum).

Genaue Datierungen lassen sich, bezogen auf Albersdorf, bisher nicht machen, aber es ist anzunehmen, dass die altsteinzeitlichen Jägergruppen (14000 – 9500 v.Chr.) während der Jagdzeit hier auch gelagert haben. Von Albersdorf etwas nördlich, in Bunsoh und in Schalkholz, und etwas südwestlich, in Eggstedt, hat man entsprechende Flint-Werkzeuge und Jagdgeräte, Pfeilspitzen dieser Jäger gefunden. Es ist also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch hier etwas gleichbedeutendes gefunden wird. Bei den Wegebauarbeiten im AÖZA-Gelände tauchte ein spätsteinzeitlicher Zinken der "Hamburger Kultur" auf.

Aber in dem Zeitraum von 9500 – 5500 v.Chr. wird das Klima deutlich wärmer. Birken, Kiefer, Hasel breiten sich in dem zuvor kargen Land aus. Das Abtauen der Gletscher lässt den Meeresspiegel steigen, gleichzeitig erhöht sich auch der Grundwasserspiegel. Die Niederungen versumpfen. In Dithmarschen breiten sich Niedermoore aus. So genannte Klevs zeigen uns heute den damaligen Küstenverlauf. Zum Ende dieser Zeit breiten sich Mischwälder mit Eichen, Ulmen und Linden aus. Nach wie vor ist der Mensch aber Jäger, Fischer und Sammler. Die tierische Vielfalt ist artenreicher, Elch, Hirsch, Reh, aber auch Bär, Wildschwein und Auerochse dürften die Wälder durchstreift und den Menschen satt gemacht haben.

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Bauern der Jungsteinzeit

Machen wir einen kleinen Zeitsprung von noch einmal 1000 Jahren, so um 4700 v.Chr. . Erste Nachweise von landschaftsverändernden Rodungen und Feuerstellen werden im Albersdorfer Raum in der Flur Falloh nachgewiesen. In südlicheren Teilen Europas ist der Mensch schon lange sesshaft geworden. Jetzt beginnen allmählich auch hier die Menschen durch Ackerbau und Viehzucht ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Übergang hierzu dürfte aber auch in einem Zeitraum von weiteren 1000 Jahren stattgefunden haben. Welche Umstände letztendlich dazu führten, dass der Mensch sesshaft wurde, ist nicht eindeutig zu klären oder zu belegen. Jedenfalls ist im Albersdorfer Raum ab ca. 3350 – 2600 v.Chr. eine umfangreiche Landschaftsveränderung nachweisbar. Auch zeugen die, in dieser Zeit, errichteten Großsteingräber von einer dauerhaften Besiedelung. Bekanntestes Grab ist der Brutkamp von Albersdorf und die Langbetten im Bredenhoop. Die Menschen bewirtschaften kleinere Felder, halten Haustiere wie Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen. Wichtiges Indiz für die weiträumige Besiedlung ist auch die Entdeckung des Albersdorfer Erdwerkes auf der Flur Dieksknöll, dessen Errichtung wohl mit dem Bau des Brutkamp zur gleichen Zeit stattgefunden haben mag. Der Zweck des Erdwerkes bleibt ein Geheimnis dieser Zeit. Vermutet wird darin eine religiöse Kult- und Versammlungsstätte.

In der ausgehenden Steinzeit macht sich in der Bestattungskultur eine männliche Dominanz bemerkbar, die Toten werden in Einzelgräbern oder deren Asche in Urnen bestattet. Die zunehmende landschaftsverändernde Nutzung durch Siedlungsbau, Waldrodung, Waldweide bewirkte eine spürbare Bodenverschlechterung, zunehmende Versumpfung und Heidekraut sind die nachweisbaren Merkmale einer langsamen Veränderung. Eine Darstellung, wie sich die Landschaft in der Flur Reddersknüll von der Jungsteinzeit bis Heute entwickelte finden wir auf einer anschaulichen Tafel des Ökologie-Zentrums an der Christian-Albrechts-Universität (CAU), Kiel.

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Bronzezeit - Goldene Zeiten

Deutliche Kennzeichen dieser veränderten Zeitspanne ist die Wandlung der Werkzeugstoffe, waren zuvor der Flint (Feuerstein) und Holz das Material für den Bau vieler Werkzeuge und Waffen, sind es jetzt Kupfer und Bronze (Zeit 1800 – 0800 v.Chr.). Diese Materialien sind nicht in Norddeutschland zu finden. Es muss also ein großräumiger, ausgeprägter Handel stattgefunden haben. Vermutet werden kann, dass die Bronzezeit-Menschen vielleicht mit Sklaven oder/und Bernstein gehandelt haben. Es bildet sich eine Herrschaftsschicht. Zu erkennen ist dies daran, die Menschen bauen höhere, weithin sichtbare Hügelgräber. Sie benutzen dazu auch bestehende Großsteingräber für ihre Toten, die wohl bedeutende, herausragende Persönlichkeiten waren, da sie aufwändig in den Hügelgräbern beigesetzt werden. Den Toten wird Schmuck und Waffen auf die letzte Reise mitgegeben.

Dies scheint ein wahrhaft „goldenes Zeitalter“ für einige? Menschen gewesen zu sein. Funde von Urnengefäßen im 19. Jahrhundert, beim Chausseebau von Albersdorf nach Grünenthal, belegen es. Die Repliken der Albersdorfer Goldschalen, sind im Museum zu bestaunen.

Nun kommen die eisernen Zeiten - Eisenzeit

Aber auch jetzt ändert sich das Klima. Um 1000 v.Chr. wird es kälter, Tiere werden zunehmend im Stall gehalten. Der Handel bringt aus dem Süden ein neues Material für Werkzeuge und Waffen, um 700 v.Chr. nach den Norden, das Eisen. Die Herstellung erfordert neue Methoden, aber hat auch etwas Gutes, man konnte das eigene Raseneisenerz schmelzen, die weiten Handelswege für Kupfer und Zinn (Bronze) wurden gespart.

Die Bestattungen zeugen auch von den Veränderungen, die Gräber werden flacher, Beleg im Albersdorfer Raum ist in der Flur Menni ful Bargen zu erkennen.
Wenig Einflüsse von außen.

Dornröschen schläft – Völker bewegen sich.
Um 300 - 500 nChr. ist die Geest und auch der Albersdorfer Raum dünner besiedelt. Es ist wie im gesamten nordischen Raum - die Völkerwanderung in südlichere Räume ist auch in Dithmarschen zu spüren. Eine Zunahme der Bewaldung der Geest setzt ein.

Aber die Siedlungsschwerpunkte verlagern sich zunehmend in die fruchtbaren Marschgebiete im Westen von Dithmarschen. Der Albersdorfer Raum wird bevölkerungsärmer, dafür im Laufe der nächsten Jahrhunderte waldreicher. Die alten Gräber bleiben geschützt in den umliegenden Wäldern vom heutigen Albersdorf. Für diese folgende Zeit sind nur wenige Spuren in der Landschaft erhalten. Erst Funde von Grubenhäusern am Brahmkamp, die um 800 n.Chr. datiert werden, zeugen wieder von der Besiedelung des Albersdorfer Gebietes.

Eine beispielhafte Darstellung der Landschaftsentwicklung an einem Modell des Gieselautales ist dem Büchlein Landschaftsgeschichte Dithmarschens (Stefan Reiß, u.a. ISBN 3-9809823-1-9) entnommen und wird auf der Webseite des Ökologie-Zentrums, CAU Kiel gezeigt).

Das Mittelalter

Alle Siedlungen gehörten zur Zeit um 800 n.Chr. wohl zum sächsischen „Gau“ Thiatmaresgaho, so der früheste Name Dithmarschens, 250 Jahre später,1059 n.Chr., als Thietmaresca (nach Laur) erwähnt. Darin steckt das altsächsiche Wort „thiad“, das „Volk“ oder einfach „groß“ bedeuted und „mare“ für Meer oder Gewässer.

Dithmarschen war wie eine Insel. Im Westen begrenzt durch die Nordsee, im Süden die Elbe, im Norden die Eider und im Osten nur ein schmaler Zugang im Raume von Albersdorf mit einer Furt über die Gieselau (Fallohfurt), ansonsten verwehrten undurchdringliche Moore und Sumpfgebiete den Weg nach Dithmarschen. Überwacht und geregelt wurde Dithmarschen mit drei Burgen, nördlich von Heide, der Stellerburg, der Bökelnburg in Burg und einer dritten Burg, wahrscheinlich in oder bei Meldorf.

Dörfer und Gemeinden, die wir heute sehen, sind größtenteils aus Siedlungsorten nach der Völkerwanderungszeit angelegt worden, also so etwa 600 n.Chr. Auf der Geest wurden die Dörfer am Rand von Gewässern oder Niederungen angelegt. Der Bedarf an Acker- und Weideflächen einer Siedlungsgemeinschaft bestimmte in etwa den Abstand zum nächsten Dorf, bzw. zur nächsten Besiedelung, daraus entstanden die Abstände von zwei bis vier Kilometern zum nächsten Dorf (Geschichte Dithmarschen, Nis R.Nissen u.a., S.95). Wege entstanden für den eigenen Weg zum Acker oder zur Verbindung mit dem Nachbarn und waren natürlich auch von der Beschaffenheit des Untergrundes abhängig.

Wie die Landnahme vor sich ging, ist wohl nicht eindeutig nach zu vollziehen. Es ist anzunehmen, dass die Menschen in einer Gemeinschaft gleichen Status und Rechte besassen, sofern sie arbeiten und kämpfen konnten. Nicht der Einzelne nahm für sich das Land, sondern die Gemeinschaft bestimmte wer, welches Land bearbeitete. Es gab einen „Rat“, den wir uns als germanischen „Thing“ vorstellen, in dem Einer oder eine Gruppe das Sagen hatte und die Anderen zustimmten oder ablehnten.

Diese Zugehörigkeit bestimmte auch das Recht und die Pflicht zum Tragen von Waffen, um Frieden und Recht unter den eigenen Leuten und gegenüber Außenstehenden herstellen zu können. Dabei galt es göttlichen Willen, Gebote und Ordnung der Götter zu sichern und zu bewahren.

Teils kann man aus verschiedenen Ortsnamen, mit Anhang, die Zugehörigkeit zu einer Führungsperson ableiten, wobei die Ortsnamen mit -stedt wohl als die älteren Ortsbezeichnungen gelten (Weddingstedt,Tellingstedt, Süderhastedt). Spätere waren dann -büttel (Tensbüttel, Wennbüttel), -dorf (Albersdorf, Meldorf) (Wikipedia -büttel http://de.wikipedia.org/wiki/-b%C3%BCttel). Hingegen sind Ortsnamen wie, Marne, Schülp, Barlt, Wrohm etc., zwar älter, aber nicht unbedingt im sächsischen Ursprung deutbar.

Kirchengründungen
Der Führungsanspruch einzelner Männer wurde deutlicher als sich im 12. und 13. Jahrhundert mit der Errichtung und dem Ausbau der Kirchspiele langsam der christliche Glaube durchgesetzt hatte. Zwar wurde Dithmarschen bereits um 782 durch Mönche, unter der Führung des Mönchen Atrebanus missioniert, der wohl die Unterstützung von Karl dem Großen besass, die ihm aber in Dithmarschen nichts nutzte, sie wurden erschlagen. Auf Dauer konnte Karl es sich nicht gefallen lassen, wohl um 809 soll die erste Kirche in Meldorf errichtet worden sein. Aber ein Mandat des Erzbischoffs von Bremen aus dem Jahre 996, weist den Meldorfer Priester Johannes an, heidnische Urnen-Bestattungen in alten Grabhügeln zu unterbinden. Ob er dabei erfolgreich war? Erst um 1070 wird die Kirche von Meldorf vom Chronisten Adam von Bremen erstmalig urkundlich erwähnt.
Um das Jahr 1140 ist ein Kirchspiel Tellingstedt erwähnt, zu dem auch Albersdorf gehört. Erst im Jahr 1281 werden die Kirchspiele neu aufgeteilt und dabei das Kirchspiel Alversdorpe beurkundet. Eine Kirche in Albersdorf muß aber schon länger bestanden haben, da eine hölzerne Christusfigur, vom Ende des 12. Jahrhunderts aus Albersdorf stammend, sich im Nationalmuseum in Kopenhagen befindet. (Kleine Geschichte Dithmarschens, Nis R. Nissen, S. 27). Es ist nicht anzunehmen, dass eine 2,20m hohe Christusfigur im Freien stand.

Politik, Verwaltung und Recht
Für die Albersdorfer Geschichte finden sich nach der Erwähnung als Kirchspiel für lange Zeit keine schriftlichen Erwähnungen oder Hinweise mehr. Es muss auf die Geschichte von Dithmarschen verwiesen werden, um Umstände und Lebensbedingungen in Albersdorf beschreiben zu können.

Die Politik in Dithmarschen wurde nun von einem Ratskollegium der Großbauern gemacht, die „Schlüter“ und „Geschworene“, genannt wurden.
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Albersdorf wird natürlich immer dann erwähnt, wenn kriegerische Auseinandersetzungen drohten, da die Ein- und Überfälle von holsteinischer Seite, so jedenfalls 1319 und 1403/1404, sowie 1500 und 1559, immer über den Zugang von Hademarschen nach Albersdorf gingen. Dabei wird als erstes immer Albersdorf in Mitleidenschaft gezogen und es scheint Dithmarscher Kriegskunst zu entsprechen, den Feind erst einmal tief ins Land vordringen zu lassen, um sie, nachdem sie durch Raub und Plünderung sich sicher wähnten, zum Teufel zu jagen.

Albersdorf in alten Ansichten

Sehen Sie wie es in Albersdorf früher ausgesehen hat:


Albersdorf Bilder-Album1 - Impressionen


Albersdorf Bilder-Album2 - Heute-früher