Geschichte macht Sinn


Geschichtliche Anschauung dient zur Erhellung des Bewußtseins des gegenwärtigen Zeitalters. Sie zeigt den Ort, an dem wir stehen.

Wohin ich gehöre, wofür ich lebe, das erfahre ich erst im Spiegel der Geschichte.

Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleibt im Dunkeln unerfahren, mag von Tag zu Tage leben.
(Karl Jaspers)

Durch das Geschehene wird das Bestehende erst klar und das Auge für das Zukünftige
empfänglich.

(Justus von Liebig)

Reise in die Geschichte

Wo fängt die Geschichte des Ortes an? Mit der ersten urkundlichen Erwähnung (1281) dem Bau der Kirche? Nein, Spuren lassen erkennen, dass schon viel früher Menschen in der Gegend um den heutigen Ort Albersdorf gelebt und gestorben sind.

Eis-Eis-Eiszeiten

Durchqueren wir Schleswig-Holstein von West nach Ost, so finden wir drei verschiedene Landschaftszonen, die sich von Norden nach Süden ziehen: Im Westen die Marsch, gefolgt von der Geest und das östliche Hügelland.


Erste Bewohner von Albersdorf waren Jäger und Sammler

Zum Ende dieser letzten Eiszeit, zogen wohl Rentierjäger am Rande der Eiszone dem Wild, hier wahrscheinlich den Rentieren, hinterher. Dithmarschen und der mittlere und westliche Teil Schleswig-Holsteins waren nicht vom Eis bedeckt, aber die Ostküste. Dort bildeten die Gletscher mit der Endmoräne das östliche Hügelland.

Bauern der Jungsteinzeit

Machen wir einen kleinen Zeitsprung von noch einmal 1000 Jahren, so um 4700 v.Chr. . Erste Nachweise von landschaftsverändernden Rodungen und Feuerstellen werden im Albersdorfer Raum in der Flur Falloh nachgewiesen. In südlicheren Teilen Europas ist der Mensch schon lange sesshaft geworden. Jetzt beginnen allmählich auch hier die Menschen durch Ackerbau und Viehzucht ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Übergang hierzu dürfte aber auch in einem Zeitraum von weiteren 1000 Jahren stattgefunden haben.

Bronzezeit - Goldene Zeiten

Deutliche Kennzeichen dieser veränderten Zeitspanne ist die Wandlung der Werkzeugstoffe, waren zuvor der Flint (Feuerstein) und Holz das Material für den Bau vieler Werkzeuge und Waffen, sind es jetzt Kupfer und Bronze (Zeit 1800 – 0800 v.Chr.).

Nun kommen die eisernen Zeiten - Eisenzeit

Aber auch jetzt ändert sich das Klima. Um 1000 v.Chr. wird es kälter, Tiere werden zunehmend im Stall gehalten. Der Handel bringt aus dem Süden ein neues Material für Werkzeuge und Waffen, um 700 v.Chr. nach den Norden, das Eisen. Die Herstellung erfordert neue Methoden, aber hat auch etwas Gutes, man konnte das eigene Raseneisenerz schmelzen, die weiten Handelswege für Kupfer und Zinn (Bronze) wurden gespart.

Das Mittelalter

Alle Siedlungen gehörten zur Zeit um 800 n.Chr. wohl zum sächsischen „Gau“ Thiatmaresgaho, so der früheste Name Dithmarschens, 250 Jahre später,1059 n.Chr., als Thietmaresca (nach Laur) erwähnt. Darin steckt das altsächsiche Wort „thiad“, das „Volk“ oder einfach „groß“ bedeuted und „mare“ für Meer oder Gewässer.


Albersdorf in alten Ansichten

Sehen Sie wie es in Albersdorf früher ausgesehen hat:


Albersdorf Bilder-Album1 - Impressionen


Albersdorf Bilder-Album2 - Heute-früher